Entstehung der Edelsteine und Kristalle
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Edelsteine sind, wie alle Dinge auf dieser Welt, gewachsene Materie, welche genauso der Gesetzmäßigkeit von Aufbau und Verfall unterliegen wie wir Menschen, die Tiere und die Pflanzen auch. Allerdings brauchen Kristalle, um „ groß“ zu werden, viele Tausend Jahre. Die gesamte Natur ist an der Entstehung jedes einzelnen Lebewesen beteiligt, so auch bei den Edelsteinen und Mineralien. Druck, Temperatur, Grundwasser und Verschiebungen in der Erdoberfläche prägen jeden einzelnen Edelstein. Millionen von Jahren waren notwendig, um aus der Urmasse der Erdoberfläche eine so große Vielfalt an Mineralien und Kristallen zu schaffen. Erst nach dem sich ein Großteil der Mineralien und Spurenelemente auf der Erde entwickelt haben, wurde organisches Leben möglich. Pflanzen, Tiere, und später auch der Mensch, konnten sich aufgrund dieser einmaligen Voraussetzung auf der Erde entwickeln. Die Mineralien und Kristalle benötigen nahezu die gesamte Entwicklungszeit unserer Erdgeschichte, um so vollkommen, vielfältig und farbenprächtig zu werden. Eine Vielzahl von ihnen, wie z.B. die Olivine oder Quarze, kristallisierten während der Abkühlung von magnetischen Gesteinsschmelzen bei einer Temperatur zwischen 600 und 1.300°C aus. Nach weiterer Abkühlung begannen sich die Topase, Aquamarine und Turmaline aus dem vulkanischen Muttergestein herauszukristallisieren. Andere Edelsteine und Mineralien sind in hydrothermalen Gesteinsverbindungen durch Wasser, Kohlendioxid und Silizium entstanden und weiter bildeten sich erst durch Verwitterung und Verschiebungen in der Erdoberfläche. Durch chemische Verbindungen, Druck und Hitze entwickelten sich im Laufe von Jahrmillionen, ähnlich wie bei den Tieren und Pflanzen, eine phantastische Vielfalt an Formen und Farben. So kamen beispielsweise Edelsteine und Kristalle auch in Gesteinsschichten, welche eigentlich gar nicht ihr „Zuhause“ waren. Dies lässt sich sehr gut beim Versteinerten Holz beobachten. Siliziumhaltige Kieselsäuren drangen vor ca. 200 Mio. Jahren in das Gewebe und die Zellen abgestorbener Bäume ein und kristallisierten aus. Im Laufe der Jahrmillionen haben sie sich sogar gänzlich den Strukturen der Bäume angepasst. So konnten riesige Bäume und sogar ganze Wälder zu Stein werden. Versteinertes Holz aus Arizona, USA, gehört nicht nur zu den begehrtesten Heilsteinen, sondern ist Zeuge aus einer Zeit, als die Dinosaurier noch die Erde beherrschten. Jedoch ist festzustellen, dass reine Edelsteine in all ihren Formen und Farben sehr selten sind, und in Gegensatz zur Masse des auf der Erde vorhandenen Gesteins einen verschwindend geringen Teil ausmachen. Mineralien und Edelsteine sind die Schätze unserer Erde. Sie dienen der Freude und dem Wohlbefinden der Menschen, Tiere und Pflanzen, und sollten auch als Essenz unserer Erde gedacht werden. Edelsteine welche nicht geborgen werden, unterliegen, wie alle Lebewesen, dem körperlichen Verfall. Sie verwittern und zerfallen zu Staub.
Natürlich kann ich Ihnen nicht die ganze Geschichte der Steine aufschreiben und jeden einzelnen Stein genau beschreiben.
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